Fairness könnte Flucht verhindern

Zwölftes Plakat „Behind the Picture“

Wenn wir mit Afrika fair umgehen würden, müssten viele Menschen nicht von dort fliehen. Davon ist Axel Stock überzeugt. Der Landwirt ist auf dem zwölften Plakat des Flüchtlingshilfe-Integrationsprojektes „Behind the Picture – Gesichter mit Geschichten“ zu sehen, das heute geklebt wurde.

„Global denken – lokal handeln“ steht auf dem Plakat. Axel Stock will durch nachhaltiges Wirtschaften zu mehr Gerechtigkeit in der Welt beitragen. Nicht allein der Kaufpreis dürfe entscheiden, sondern auch die sozialen und ökologischen Kosten. „Wir müssen die Gier nach Profit überwinden“, sagt der 45-jährige. Statt aus Afrika nur Rohstoffe zu importieren und hier zu verarbeiten, müsse den Menschen in Afrika geholfen werden, die Verarbeitung und Wertschöpfung vor Ort zu betreiben. Dann könnten sie ihre Probleme selbst lösen und müssten nicht ihre Heimat verlassen.
Menschen in Not zu helfen, ist für Axel Stock selbstverständlich. „Meine Frau beschäftigt immer wieder Flüchtlinge in ihrem Unternehmen und wir haben in der Anfangszeit der Stadt eine Wohnung zur Verfügung gestellt.“

Mit den Plakaten an der Hauptstraße 31 in Niedersprockhövel und an der Mittelstraße 43 in Haßlinghausen will die Flüchtlingshilfe dazu anregen, sich im Internet unter www.behind-the-picture.de weiter zu informieren. Dort gibt es nun auch die Geschichte von Axel Stock sowie ein Video-Interview mit ihm. Das Projekt soll Vorurteile abbauen und zugleich einen Beitrag zum 50-jährigen Stadtjubiläum
Sprockhövels leisten.

Text: Christoph Meer




  • On Mai 14, 2020